Der Granatzweg in Pram -
ein Weg entlang einer historischen Grenze


Am Westrand des Bezirkes Grieskirchen verlockt der "Granatzweg", ein Höhenkammweg, der von Geiersberg über Pram nach Taiskirchen führt, dazu, in die Geschichte einzutauchen und in das Land hineinzuschauen. Nach Westen schweift der Blick ins Innviertel, nach Osten ins Landl.

Der heutige Verlauf der Bezirksgrenze zwischen Ried im Innkreis und Grieskirchen ist fast ident mit der ehemaligen bayerisch - österreichischen Grenze.

231 Jahre befindet sich das Innviertel mittlerweile nicht mehr bei Bayern. Trotzdem ist der alte Grenzverlauf zwischen Bayern und Österreich den Menschen dieser Region ein Begriff. Die Bewohner auf der ursprünglich bayerischen Seite werden auch immer noch als „Granatzer" bezeichnet. Dieser Mundartbegriff leitet sich von "Granica", dem altslawischen Wort für Grenze, ab.

Bis zum Bayerischen Erbfolgekrieg war das Gebiet des späteren Innviertels ein Teil von Bayern. Auslöser dieses Krieges war der Tod des kinderlosen bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph (1745 bis 1777). Mit seinem Tod starb die bayerische Linie der Wittelsbacher aus. Österreich erhob Anspruch auf das Herzogtum Niederbayern. Mit dem Frieden von Teschen, der den Bayerischen Erbfolgekrieg beendete, kam das Innviertel 1779 zu Oberösterreich.

Wegbeschreibung:

Ausgehend von der Pfarrkirche Geiersberg wandert man über sanfte, teilweise bewaldete Hügelrücken, der Beschilderung folgend, nach Taiskirchen. Entlang der historischen Grenze gibt es wunderschöne Plätze, die bei klarer Sicht weit ins Land blicken lassen. Bänke laden zum Verweilen ein. Eine Aussichtsplattform benennt die zu sehenden Gemeinden. Schautafeln zur Geologie veranschaulichen die Entstehung der Landschaft. Dem historisch interessierten Wanderer erklären weitere Schautafeln die bewegte Geschichte und die Lebenssituation der Menschen in dieser Region. In der Ortschaft Gerhartsbrunn trifft der Wanderer auf eine von Künstlern der Region gestaltete „Kunstmeile". Kinder kommen bei Spiele-Stationen auf ihre Rechnung.


Der mühelos zu begehende Weg bietet auf 7,5 km viel Abwechslung, aber auch Entspannung.


Wer sich mit der Region noch genauer beschäftigen möchte, kann auf mehreren kleineren Anbindungsschleifen als Rundwege weitere Sehenswürdigkeiten besuchen: das „Mühlenmuseum der Furthmühle Pram", das Schloss Feldegg, oder sich bei denGranatzwirten bei einer Jause stärken.


Die Anrainergemeinden Geiersberg, Hohenzell, Pram und Taiskirchen kennzeichnen darüber hinaus noch weitere Sehenswürdigkeiten oder Wandermöglichkeiten.


Der Weg wurde im Mai 2010 eröffnet.    
  


Baumhaus am Granatzweg

Entlang des Themenwanderweges Granatz findet man dieses tolle Baumhaus welches von Schülern der Hauptschule Pram errichtet wurde.

Entworfen wurde das Baumhaus von unserem Mitinitiator Künstler Konsulent Meinrad Mayrhofer. Unweit vom Baumhaus befindet sich sein schönes Anwesen samt Atelier und der angeschlossenen Kunstmeile.

Das Baumhaus befindet sich in sehr schöner Lage, eingebettet in einer idyllischen Lärchengruppe, und lädt zum Verweilen und Spielen ein. Manch Familie hat das schöne Plätzchen beim Baumhaus bereits als Picknickplatz entdeckt und genützt.

Das Grundstück wurde dankenswerter Weise von Familie Dürnberger in Oberlemberg unentgeltlich zur Verfügung gestellt.




Interaktive Wanderkarte "Innviertel-Hausruckviertel":