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Der Granatzweg in Geiersberg

…findet seinen Ausgangspunkt in der Gemeinde Geiersberg, einem kleinen, bescheidenen Dorf.
Was jedoch den Rahmen dieser Bescheidenheit sprengt, ist die Pfarrkirche. Das stattliche Gotteshaus mit seinem 47m hohen Turm findet in den umliegenden Gemeinden nicht seinesgleichen.
Die Kirche von Geiersberg ist außerdem die einzige Leonhardkirche
des Innviertels. Im Turm hängen drei Glocken, von denen die älteste und zugleich die größte aus dem Jahr 1512 (500 Jahre) stammt.
Ihrem ehrwürdigen Alter ist es zu verdanken, dass man in den beiden
Weltkriegen nicht nach ihr gegriffen hat, um ihr Erz für Kanonen zu verwenden.



Wegbeschreibung:

Mit der Verlegung der Grenze nach Westen verlor auch Geiersberg als Grenzort an Bedeutung, und der Zollschranken neben der Kirche wurde abgebaut.

Die Grenze verlief auch durch unsere Pfarrkirche.
Das zugemauerte „Schwärzertor“ an der Südseite der Kirche erinnert an den unerlaubten Warenschmuggel durch die Kirche.

Als die Grenze schon längst nicht mehr Bestand hatte, blieb sie dennoch im Sprachgebrauch aufrecht: Wenn die Bauern von Schernham ihre westlich gelegenen Wiesen Richtung Hatting mähten, so sagten sie:

„Jetzt gehen wir heuen ins Bayern!“ 
Wenn heute der Schulbus die Kinder von Thaling, Aschbrechting, Breiningsham, Willmerting, Oberlemberg und Obermauer nach Hause bringt, so heißt es: „Der Bus ist in der Granatz unterwegs!“