Gedicht Granatz
Verfasst von Hans Spitzer

De Granatz, vo Wiesing bis auf Obermau,
Willmerding, Kragler und Reischau,
vo Lemberi bis auf Ziaglgrua,
g'hört zu da Häaz-Zälla Gmoa dazua.


An seltsama Blick hast vo da Schupfn,
a schöne Gegnd, vor Freud kunnst hupfn.


Doh, wann ma länger nachstudiert,
wird's scho a wengerl kompliziert.


Des hin und her vo frühere Zeitn,
tuat des Grenzgebiet bis heut begleitn.


Zwischn Gmoa- und Pfarrgrenzn is a mords durcheinand,
und des is a Seltnheit, in unserm schen Land.


Heut gehn ma an Geiersberi, den anderen Tag auf Zäll,
überall dahoam sei, des findst net glei so Schnäll.


D'Schülzeit und da Lehachti, des G'fühl, des gibt koa Ruah,
d'Leut ziagt's an Geiersberi zua.


A da Granatz ham s' oft a Nebelplag,
gehn ma auf Zäll, da gibt's an Sonnentag.


Richtung Geiersberi führt de schene Straßn,
de Zuafahrt auf Zäll tat se verbessern lassn.


Bei da Zech warn s' früher kitzle, d'Leut,
z' vü G'spoaß hams net dalittn,
de Granatza san gmüatle, heut,
suachan Freundschaft - und an Friedn.


Des Wort "Freiheit" hat an tiafn Sinn,
drum merkt's Euch, liabe Leut,
de Granatza gehen nur dort hin,
wo s' gern g'segn san - und gspürn a Freud.




Hans Spitzer