Die Granatzweg Südroute


Anfahrt: A8 Abfahrt Haag/Hausruck, B 141 (Richtung Ried) nach 3 km Abzweigung Pram. Ausgangspunkt: Pfarrkirche Pram (Parkgelegenheit, 435 m)

Von der sehenswerten Pfarrkirche (14. Jh., barocker Hochaltar, Seitenaltar mit Marienstatue von J.F. Schwanthaler 1711) spazieren wir die Straße zurück zur Furtmühle.

Wir spazieren am bekiesten Weg durch das Schaugelände, vorbei an der alten Mühle, dem „Müllner Stier" (Dampfmaschine bis 1925 als Alternativenergie), einem Göpel, einem Venezianergatter und einem freistehenden Backofen an die Rückseite zum oberschlächtigen Wasserrad und folgen dem fast stillstehenden Mühlbach durch das Bahnviadukt aufwärts zur Pramwehr, die mit einer „Fischleiter" (der Tafel Fischaufstieg an der Landesstraße folgen) bereichert wurde. Dort queren wir die Pram und spazieren rechts am Feldsaum die Buschreihe vor zum Güterweg Rabenthal.

Rechts einschwenkend, geht es nun entlang der rotweißroten Markierung des Weitwanderweges 810 leicht ansteigend über die Autobahn. Der störende Lärmpegel wird von netten Ausblicken zurück auf Pram und hinauf zur Nachbargemeinde Geiersberg, von der der Granatzweg gut überschaubar nordwärts zieht, neutralisiert.

Davor ein kleiner Wiesenmugel mit Holzkreuz. Es erinnert an den  Bauernkrieg 1626, bei der 826 Bayern und mindestens ebenso viele Bauern ihr Leben lassen mussten. Ein weiteres Mahnmal ist die am Bergfuß errichtete Sühnekapelle. Gleich dahinter verlassen wir die markierte Route und steigen rechts zur Wiesenkuppe des Schulterberges an (Station 1, 514 m - 1 Std.).

   Auf der anderen Bergseite entlang einer Pferdekoppel abwärts in den Ort Schulterzucker und die Dorfstraße links hinaus. Vor der Prambrücke verlassen wir die Dorfstraße und spazieren links am Pramufer ca. 250 m aufwärts (Hochstand) zum nächsten Betonsteg. Auf diesem über den Bach und links auf engem Pfad entlang einer Pferdekoppel zum ehemaligen Edelsitz Gries (2. Station, 460 m - 1 ¼ Std.). Der Meierhof dient heute als Pferdegestüt, in der schindelverkleideten Taverne lädt der „Wirt z`Gries" zur Einkehr (Mi + Do ab 16 Uhr, Fr, Sa, So ab 11,30 Uhr).

Das Schloss wurde bei der damaligen Schlacht niedergebrannt und dann abgetragen. Rechts, vorbei am Feuerwehrzeughaus und dem „Schmied z`Gries" (Schmiedemuseum frei zugänglich), spazieren wir den Güterweg hinaus zur Pramer Landesstraße. Gegenüber dem kleinen, violetten Schild des Grieser Rundweges nach Granatz folgen. Wie aus der angefügten Grafik hervorgeht, ist der nun zu begehende Güterweg mit dem historischen Grenzverlauf nahezu ident. Den Beweis erbringt Station 3 mit einem Grenzstein. Hier verlassen wir den Rundweg und steigen rechts zur Kammhöhe auf, wo wir in den von Geiersberg kommenden Granatzweg nach Taiskirchen einschwenken (537 m - 1 ¾ Std.).

   Auf Wiesen- und Saumpfaden sanft ansteigend geht es am breiten Höhenrücken nordwärts einem Wald zu, in dem ein Spielplatz mit Baumhaus (4) und eine Geologiestation (5) für Kurzweil sorgen. Wieder im Freien angelangt, erregen Großplastiken unsere Phantasie. Sie bilden eine Kunstmeile (6) durch den alten Grenzort Gerhartsbrunn. Ein Großteil der Objekte stammt vom ortsansässigen Künst¬ler Meinrad Mayrhofer, vor dessen Atelier eine Großkrippe zu bewundern ist.

Unterhalb steht noch das ehemalige Wirtshaus Wengerdoppl, damals ein berüchtigtes Schmugglerwirtshaus. Am Ortsende lädt schließlich eine neu errichtete Plattform zur Ausschau: Die Blicke schweifen vom Sauwald über Kopfimg ins Pramtal, über St. Agatha ins Trattnachtal, zum Schloss Tollet nach Grieskirchen und auf Totes Gebirge und Traunstein, ehe sich beim Hausruckwald der Halbkreis schließt. Wissenswertes ist an der Straße davor, bei Wegtafel 7 nachzulesen (509 m - 2 ¼ Std.).    

  Unmittelbar danach verlassen wir den nach Taiskirchen führenden Granatzweg nach rechts und folgen dem Pramer Rundweg vorbei am Schloss Feldegg (8; Abstecher 5 Min.) zurück nach Pram.

Gehzeit: 2 ¾ Std.
Wegstrecke: 11,6 km
Anstiege: ca. 150 m
Wegbeschaffenheit: Großteils Güterwege, daher auch als Winterwanderung gut geeignet