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Zeitleiste der Granatz

GESCHICHTE

Einige geschichtliche Bemerkungen zur "Granatz" zwischen Österreich und Bayern von 1156 bis 1779 von Konsulent Franz Steinböck, Pram

1156 auf dem Reichstag zu Regensburg, wurde die Abtrennung des Traungaues von Bayern beschlossen und 1180 endgültig durchgeführt. Der Grund war die Erhebung Österreichs zum Herzogtum.

Bis 1779, also 600 Jahre bestand die Grenze. Seither gab es unzählige Zwistigkeiten und Kämpfe zwischen Österreich und Bayern; sogar mehrere Kriege wurden geführt, manche davon recht grausam.

So fanden 1779, als das Innviertel zu Österreich kam, zwei Brüder zusammen, die einander schon recht fremd geworden waren, die sich zum Teil sogar feindselig gegenüber standen. Das Sprichwort: "Lieber bayerisch sterben als kaiserlich verderben", sagt alles.

"Landler" wurde vom Innviertler bis ins vorige Jahrhundert abwertend, als Schimpfwort, gebraucht. Fast regelmäßig kam es bei Unterhaltungen zu Raufereien zwischen Innviertler und Landler.
Hier sei an die "Schlacht am Lehner Berg" (im Ortsteil "Sauzipf" erinnert, die zwischen Taiskirchnern und Pramern anfangs der 20-er Jahre äußerst blutig endete.


GSTANZLN



Auch einige "Gstanzln" (innviertlerisch "Tanzeln" besingen die Gegensätze:


"Vom Innviertel eina,
da möchte i koa Mensch,
hab'n klafterlang Haxn
und Kragn als wia d'Gäns."


"Ös Landla, ös Banla
ös Nudeldrucka
wann d'Innviertler kemman,
müassts umirucka."


"Vom Innviertel eina,
läut a Glöckerl so hell
bis a Ausländerbua
derfst net kemma so schnell."


"A Landlamensch liabn
war ja e zan probiern,
auf n'Kropf auffistehn
siagt ma d'Sunn auagehn."


"Frei redn und hoah singa;
schnell fahrn unds schar tringa;
treu liabn und fest wehrn -
so hams d'Innviertler gern."